Friedrich Preller - Antiquitäten-Walter

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Professor Friedrich Preller d. Ä.

  Friedrich Preller der Ältere, deutscher   Maler und Radierer
geb: 1804   Eisenach - gest: 1878   Weimar
      Studium: 1818/21 Zeichenschule in Weimar bei Heinrich Meyer, von Goethe unterstützt, 1821-22-23 in Dresden, kopierte Ruisdael, Poussin usw. 1823 erstes eigenes Werk "Eislauf bei Weimar". Großherzog Carl-August sandte ihn 1824-26 nach Antwerpen, Studium bei van Bree. Reiste 1826 mit Weimarer Stipendium nach Mailand, 1828/31 Rom zu Joh. Anton Koch, Freunschaft mit Genelli. 1830 in Neapel, 1831 in Weimar, Er wurde 1832 Nachfolger von Meyer, ab 1844 Professor an der Fürstlichen freien Zeichenschule in Weimar.
Er malte 1834/39 die Temperabilder im Wielandzimmer im Weimarer Schloß, 1832/34 entstehen sieben Odysseelandschaften im Römischen Haus Leipzig, 1837 & 1839 Rügen, 1840 Norwegen, dann Riesengebirge, Alpen, 1859 wieder in Italien - Sorrent & Capri. 1860/61 in Rom, 1875/76 nochmals in Italien, Werke in: Antwerpen, Berlin, Breslau, Dresden, Düsseldorf, Erfurt, Essen, Goslar, Halle, Hamburg, Hannover, Karlsruhe, Leipzig, London, München, Stuttgart, Weimar, Wien, Zürich,
Literatur: Thieme-Becker, Scheidig, Meyer, AKL, Nagler  

Aus Wikipedia:
Johann Christian Ernst Friedrich Preller der Ältere (* 25. April 1804 in Eisenach; † 23. April 1878 in Weimar) war Maler, Radierer und ab 1844 Professor an der Fürstlichen freien Zeichenschule in Weimar. Preller wurde in Eisenach, in der Karlstraße 2 als zweites von fünf Kindern eines künstlerisch begabten Zuckerbäckers geboren. Im Oktober 1804 zog die Familie nach Weimar zu der Familie seiner Mutter in der Teichgasse. Sein Vater arbeitete dort in der Hofconditorei. Preller besuchte in Weimar das Gymnasium von der Quarta bis zur Obersekunda. Nach einer Ausbildung an der Weimarer Zeichenschule (1814–1821), an der er später als Lehrer und Direktor wirkte, wurde der junge Künstler mit der Aufgabe betraut, Johann Wolfgang von Goethes Wolkenzeichnungen ins Reine zu bringen. Goethe schickte ihn zu weiteren Studien nach Dresden und sorgte dafür, dass er vom Weimarer Großherzog Karl August mehrere Stipendien erhielt. 1824 begleitete Friedrich Preller den Großherzog von Dresden aus auf seiner Reise nach den Niederlanden. Als Schüler der Akademie in Antwerpen konnte er dort seine Kenntnisse und Fertigkeiten weiter vervollständigen. Von 1827 bis 1831 unternahm er eine ausgedehnte Studienreise nach Italien. Am 23. März 1832, also am Tage nach Goethes Tod, durfte er den Dichter auf dem Totenbett zeichnen. 1840 erfolgte eine Reise nach Norwegen, auf der eine Reihe von Arbeiten entstanden, die heute noch in  Weimar zu sehen sind. Nach seiner Rückkehr erhielt er im Jahr 1844 einen Lehrauftrag an der Fürstlichen freien Zeichenschule in Weimar und wurde  zum Professor und Hofmaler ernannt. Er blieb, mit Ausnahme eines zweiten, dreijährigen Aufenthaltes in Italien ab 1859, an dieser Schule, deren Leitung er 1868 übernahm, etwa  30 Jahre lang tätig. In dieser Zeit unternahm Preller weitere kleinere Studienreisen, so z. B. im Sommer 1855 nach Jever in Friesland, der Heimat seines Schülers Ernst Hemken, um im nahegelegenen Neuenburger Urwald Naturstudien anzufertigen. Friedrich Prellers Neffe Julius Preller, der von 1857 bis 1914 im friesischen Varel lebte, wurde später durch Gemälde und Zeichnungen mit Motiven aus dem Neuenburger Urwald als Landschaftsmaler bekannt. Friedrich Preller hatte 1834 die Flensburger Kapitänstochter Marie Erichsen (1811–1862) geheiratet. Aus der Ehe gingen drei Söhne hervor: Ernst (1835–1925), Emil (1836–1893) und Friedrich (der Jüngere) (1838–1901), der im Alter von 13 Jahren in das väterliche Atelier eintrat und sich an der Seite des Vaters als Maler durchsetzte. Im  Frühjahr 1864 heiratete er Jenny Ventzky (1834–1906), verwitwete  Krieger. Das Wohnhaus, das Preller für sich und seine Familie 1868 erbauen ließ, befindet sich in der Belvederer Allee 8. Friedrich Preller der Ältere starb im Jahr 1878 zwei Tage vor Vollendung seines 74. Lebensjahres in Weimar. Er wurde auf dem Neuen Friedhof in Weimar begraben, die Grabstelle von Friedrich und seiner Frau Marie befindet sich an der östlichen Friedhofsmauer des Neuen Friedhofs (das ist die westliche Seite der Westmauer des Historischen Friedhofs). Das Bronzerelief auf dem Grab wurde von Adolf Donndorf geschaffen.
Ehrungen: 1868 Diplom als wirkliches Mitglied der Akademie der bildenden Künste Wien, Anlässlich der Eröffnung des Großherzoglichen Museums in Weimar 1869 Komturkreuz des Großherzoglichen Hauses Sachsen-Weimar, 1869 Mitglied der Preußischen Akademie der Künste, 1869 Maximiliansorden des Königs von Bayern 1869 Ehrenbürger der Stadt Weimar, 1875 Aufnahme eines Selbstbildnisses Prellers in die „große  Sammlung der Bildnisse berühmter Künstler aller Nationen“ im Museum von  Florenz, 1877/1878 Ehrenpromotion zum Dr. phil. h. c. durch die Philosophische Fakultät der Gesamtuniversität Jena. Folgende Straßen wurden nach Preller benannt: Prellerweg in Berlin-Schöneberg, Prellerstraße in Eisenach, Prellerstraße in Leipzig (seit 1947),  Prellerstraße in Weimar (zwischen 1882 und 1884), Seine Schüler: Karl Eckermann (1834–1891), Eduard Gehbe (1845–1920), Otto Edmund Günther (1838–1884), Karl Hagemeister (1848–1933), Eduard von Hagen (1834–1909), Robert Härtel (1831–1894), Ernst Hemken (1834–1911), Carl Hummel (1821–1906), Edmund Kanoldt (1845–1904), William Kemlein (1813–1900), August Lieber (1828–1850), Friedrich Preller der Jüngere (1838–1901), Louis Preller (1822–1901), August Reinhardt, Richard Schöne (1840–1922), Franziska Schultze (1805–1864), Ernst Johann Schaller (1841–1887), Sixt Thon (1817–1801), Von 1834 bis 1836 entstanden sechs Gemälde in Tempera, deren Motive aus seinem Odyssee-Freskenzyklus im Römischen Haus in Leipzig stammten. Von 1836 bis 1837 gestaltete er die Landschaftsmalereien mit Szenen aus Christoph Martin Wielands Oberon  im Wieland-Raum des Großherzoglichen Schlosses. 1836 bis 1848 führte er im Auftrag des Großherzogs in verschiedenen Gebäuden Thüringens sechs  Fresken aus. Auf seiner Reise nach Norwegen entstanden 1840 zahlreiche Arbeiten an der Staffelei. Nach seiner Rückkehr aus Italien 1861 vervollständigte er die  begonnenen Freskenarbeiten mit Szenen aus der Odyssee, die als sein  wichtigstes Werk gelten und ihn berühmt machten. Neben diesen Odyssee-Fresken gehören „heroische Landschaften“ mit  klassizistisch-romantischem Charakter zu seinen Werken. Gegen Ende  seines Lebens bevorzugte er mythologische Themen. Friedrich Preller war auch ein erfolgreicher Radierer. In einem Werkverzeichnis von 1996 wurden Preller 1300 Einzelzeichnungen, 25 Skizzenbücher und 220 Ölgemälde zugeschrieben

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